Lena Kölmel

Institut für Arbeitswissenschaft und Betriebsorganisation
lena.koelmel@kit.edu

Hilfe für Studierende – Spielerisch lernen dank KI-Unterstützung

Grundlegendes Wissen über Künstliche Intelligenz (KI) stellt in den verschiedensten beruflichen Kontexten – auch weit über rein technische Positionen hinaus – eine relevante Schlüsselqualifikation dar. Der daraus resultierende Bedarf an adäquaten Lernmaterialen soll im Kontext dieses Anwendungsfalls aufgegriffen und ein adaptives Lernangebot für Studierende verschiedener Bildungseinrichtungen konzeptioniert, entwickelt und erprobt werden.

Adaptivität steht im Kontext von Lernangeboten für das Erfassen und Interpretieren verschiedener Zustände der Lernenden, sodass individuell angepasste Inhalte optimal dargeboten werden können. Diese Zustände können bspw. den bisherigen Wissensstand, das angestrebte Lernziel oder den gegenwärtigen emotionalen Zustand betreffen. Zunächst soll unter Berücksichtigung einschlägiger Fachliteratur die am besten geeignete Form der Adaptivität identifiziert werden.

Ziel des Anwendungsfalls ist die Erstellung eines von Studiengängen und Fachbereichen unabhängigen, KI-gestützten Angebots, das die Lernbereitschaft fördert und auf spielerische Art relevantes sowie anwendungsnahes Fachwissen zu den Themen KI und maschinelles Lernen vermittelt. Bei der Entwicklung sollen daher von Beginn an Dozierende und Studierende verschiedener Fachbereiche miteinbezogen werden, um eine bedarfsgerechte und akzeptierte Lösung zu gestalten. Ferner ist es in einer späteren Projektphase denkbar, das adaptive Lernangebot auch in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung zu erproben.

Grundsätzlich sollen im Kontext dieses Anwendungsfalls generalisierbare Fragen bezüglich der Interaktion mit KI-basierten Systemen im Bildungsbereich beforscht werden: Welche Anforderungen stellen verschiedene Stakeholder an Systeme dieser Art? Wie müssen diese Systeme gestaltet sein, um als nützlich und attraktiv bewertet zu werden? Erzielen die Systeme gute Lernergebnisse?