Eines der Formate, in denen Erklärungen zur Verfügung gestellt werden können, ist die visuelle Darstellung. Hierbei werden visuelle Elemente genutzt, um das Modell und die Schlussfolgerungen hinter der Modellentscheidung zu beschreiben.
Visuelle Darstellungsformate gelten als gute Wahl, um komplexere Zusammenhänge darzustellen. Liniendiagramme eignen sich beispielsweise für die Darstellung von Rohdaten, z.B. Zeitreihendaten. Modellstrukturen lassen sich gut mithilfe von Node-Link-Diagrammen erklären.
Eine populäre Realisierung bei der Aufgabe der Klassifikation von Bildinhalten ist die sogenannte Heatmap (auch: Attention map). Sie wird beispielsweise genutzt, um anzuzeigen, welches Bildpixel wie relevant für die Modellentscheidung war. Dazu wird ein Farbschema definiert, das die Pole „relevant“ und „nicht relevant“ mit Zwischenstufen in unterschiedlichen Farben kodiert. Die ausgegebene Heatmap färbt dann jeden Pixel eines Bildes so ein, dass die Farbe seine Relevanz für die Modellentscheidung repräsentiert. Die Ausgabe präsentiert dann das Eingabebild mit transparent überlagerter Heatmap.
Visuelle Formate gelten bei modell-agnostischen Methoden als die geeignetste, weil intuitivste Darstellung für Erklärungen. Benutzungsschnittstellen für Erklärungen nutzen häufig eine Kombination von visuellen Elementen und anderen Erklärungskomponenten.